HSDPA

High Speed Downlink Packet Access oder kurz HSDPA ist ein mobiles Übertragungsverfahren des Mobilfunkstandards UMTS. Ohne die Erweiterung sind in heutigen UMTS-Netzen nur 384 Kbit/s möglich. Mit HSDPA erreicht man deutlich schnellere Downloadzeiten. Dabei steht HSDPA sowohl den Handys- als auch den Notebook-Surfern zur Verfügung. Dank HSDPA kann es der Mobilfunk-Bereich durchaus mit dem Festnetz-Bereich aufnehmen. Die Download-Geschwindigkeiten, die mit HSDPA erreicht werden können, übertreffen die Geschwindigkeit eines normalen DSL-Anschlusses teilweise bei Weitem. HSDPA ist ausschließlich für die Beschleunigung des Downlinks bzw. Downloads verantwortlich. Für Uploads existiert das Datenübertragungsverfahren HSUPA (High Speed Uplink Packet Access). Der tatsächlich erreichbare HSDPA-Speed kann von Netz zu Netz variieren. Die Übertragungsgeschwindigkeit ist dabei von vielen unterschiedlichen Faktoren abhängig: zum Beispiel vom Netzausbaugrad des Mobilfunkbetreibers sowie von der Kategorie des Endgerätes. Die schwächste Kategorie ist die Kategorie 6, in der Geschwindigkeiten von bis zu 3,6 MBit/s erreicht werden. Die Kategorie 8 ermöglicht Geschwindigkeiten von bis zu 7,2 MBit/s, was mit der Geschwindigkeit von DSL 6000 vergleichbar ist. Die Kategorie 14 ermöglicht bis zu 13,98 MBit/s bei Downloads. Wer sich für mobiles Internet mit HSDPA interessiert wird in der Werbung häufig mit verlockenden Speed-Angaben konfrontiert. Hierbei sollte jedoch beachtet werden, dass die in der Werbung angegebenen Werte nur die mögliche Maximalgeschwindigkeit abbilden. In der Praxis werden diese Werte nur unter besten Voraussetzungen erreicht. Um zum Beispiel mit einem mobilen Datengerät in der Kategorie 14 eine Geschwindigkeit von 13,98 MBit/s erreichen zu können, müsste man in der heutigen Zeit fast ganz alleine die Funkzelle für sich beanspruchen. Darüber hinaus ist auch die Gesamtanzahl der Funkzellen, die sich in einem Ort befinden, mit verantwortlich für die Geschwindigkeit beim Surfen. Je mehr Zellen zur Verfügung stehen, desto schneller kann im mobilen Web gesurft werden. HSDPA liefert in der Regel jedoch sehr gute Durchschnittsgeschwindigkeiten, was unter anderem auf die bessere Lastenverteilung zurückzuführen ist. Heutige HSDPA-Sticks und HSDPA-Datenkarten bieten meist eine Downloadgeschwindigkeit von 3,6 MBit/s oder 7,2 MBit/s. Das heißt, auch wenn das Netz für eine weitere HSDPA-Stufe bereits ausgebaut wurde, kann diese nicht erreicht werden, weil die Hardware eine höhere Geschwindigkeit nicht unterstützt. Durch die hohen Datenübertragungsraten, die High Speed Downlink Packet Access ermöglicht, bieten sich eine Vielzahl an Anwendungsmöglichkeiten. Aufwendige Videogames oder mobile TV stellen für HSDPA kein Problem dar. Mit dem Handy kann Dank HSDPA auch die Videotelefonie in einer guten Qualität durchgeführt werden, ohne dass es zu Verbindungsabbrüchen oder zu verwackelten Videobildern kommt.